musiklager 2021


30.  AMFU Musiklager w40

You just can`t stop the MULA-HOP

 

Die Tage sind gezählt und der kleine rote Pfeil am Kalender zeigte auf die KW 40- endlich!

Für die meisten Musikant:innen der Blasmusikvereine aus dem ehemaligen Amt Fraubrunnen und Umgebung stand diese Woche ganz im Zeichen der Musik. 

Der Name war Programm, da wir doch zu unserer 30. Jubiläumsausgabe bereits einen Tag früher die Reise nach Charmey im Kanton Freiburg auf uns nahmen. Also wurden schon am Samstag die Koffer gepackt, die Noten sortiert, und das Instrument nochmals auf Hochglanz poliert. Eine Woche voller Musik, Kreativität, Leidenschaft, Freude und Schlafentzug stand an. 

Der Lageralltag begann, morgens wurde in den Registerproben an der Technik gefeilt und das eigene Können am Instrument individuell gefördert. Anschliessend wuchsen die Stücke in den täglichen Gesamtproben zusammen. Auch dieses Jahr blickten wir nach vorne zu unserem Maestro Lukas Vogelsang, und unserem Maestro Zwei, Christoph Fahrni, welche beide mit viel Leidenschaft und Einfühlungsvermögen zusammen mit uns, dem Orchester, die vielen kleinen schwarzen Punkte auf den Notenblättern des Jubiläumsprogramms zum Leben erweckten. Denn das Programm fordert, ganze 13 Stücke sollten bis Ende Woche Konzertreif sein. Ein Spagat zwischen ausdrucksvollen Werken, musikalischen Höhepunkten, traditionellen Stücken bis hin zu ausgelassener Unterhaltungsmusik. 

 Sobald aber um 22:00 Uhr alle Instrumente geputzt und versorgt waren und alle gemeinsam ums obligate Dessert sassen, begann der gesellige Teil des Tages. Das Wochenspiel sorgte hier für die nötige Stimmung und unzählige Lacher. Als bei der Marshmallow-Challenge nicht weniger als 11 Stück (richtig gelesen!) im Mund eines Teilnehmers waren, er aber munter versuchte weiter zu reden, schmerzte auch der letzte Bauchmuskel.

Nach dem Wochenspiel griffen einige zu den Jasskarten, anderen zückten die Brettspiele. Später traf man sich an der hauseigenen Bar. 

Nachdem Mitte Woche die Augen bereits etwas kleiner als auch schon waren, und das viele Proben bereits einige Tribute wie Verspannungen und Nackenschmerzen gefordert hat, war es höchste Zeit etwas Bewegung in den Lageralltag zu bringen.

Am besten ging dies mit einem Lindy-Hop Workshop, welcher am Dienstagabend stattfand. Zu lockeren Swing-Melodien wurden Tanzabfolgen und Schrittkombination erlernt und sogleich mit jedem neuen Tanzpartner ausprobiert.

 

 

 

 

Doch das war es noch nicht ganz mit der Bewegung, so stand doch am Mittwochnachmittag der traditionelle Ausflug an. Nach einer, für die meisten zur Erleichterung kurzen Wanderung, trafen wir uns an einem Waldrand etwas abseits von Charmey. Gemeinsam wurde,»Stäckäbrot» und Cervelat gebraten, mit Champagner auf dreissig Jahre w40 angestossen und ausgelassen geplaudert. 

Und fast genauso schnell wie der Champagner leer war, so schnell ging es auch schon in Richtung der Abschlusskonzerte. Ungeachtet dessen wurde auch am Freitag nach einer intensiven Hauptprobe noch einmal ausgiebig auf die Woche angestossen und gefeiert. Nachdem die Tanzbeine ausgiebig bewegt waren und alle nach einem kleinen Nachtimbiss zufrieden in ihr Bett fielen, war er auch schon da, der Samstagmorgen. So werden die Zimmer in Charmey geräumt und der Car steuert Richtung Saalbau Kirchberg zu, wo die diesjährigen Abschlusskonzerte stattfanden.

Einmal dort angekommen, wurden die traditionellen Lagershirts verteilt. Doch ein Lagershirt ist erst dann ein Lagershirt, wen sich alle darauf verewigt haben. Also galt es nun Stifte fassen und Platz nehmen, bis alle ein Autogramm hinterlassen hatte. Danach blieb nur noch kurz Zeit für Powernap und ein wenig Frische im Gesicht, denn sobald die ersten Konzertbesucher eintrafen, stieg allmählich der Puls.

Kurz darauf erfüllten die hellen Töne der Holzinstrumente, die majestätischen Klänge der Trompeten, das tiefe Brummen der Bässe, und die packenden Rhythmen der Perkussion den Saalbau. 

 Sowohl am Samstag wie auch am Sonntag wurde das Konzert vom Publikum mit einem grossen Applaus gewürdigt. Wer ins Orchester blickte, entdeckte zwar etwas müde aber tief strahlende Augen und ein stolzes Lächeln, ein solches Programm abgeliefert zu haben. Und wer noch genauer hinschaute, entdeckte vielleicht auch die einte oder andere Wehrmutsträne, denn da vorne lag sie schon, die Woche einundvierzig. Doch Lagerkoller zum Trotz wird es auch nächstes Jahr eine Kalenderwoche 41 geben und die wird wieder ganz im Zeichen der Musik stehen. Nicht zuletzt dank unseres Kernteams, welches alles daransetzt, die Woche 40 zur schönsten des Jahres zu machen! 

Und was neben Verspannung und Schlafentzug bleibt, sind die Musik, die Erinnerungen und die vielen Lacher der vergangenen Woche. Noch 356-mal schlafen, bis der rote Pfeil wieder auf die Woche 40 zeigt!